Präambel

Im Jahre 1969 ist die Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten mit 69 Gründungsmitgliedern gestartet. Heute – im Jahre 2006 – bestehen bereits rund 1.600 Kindergärten in 64 Ländern, davon allein in Deutschland über 520 Kindergärten. Um den Selbstverwaltungsimpuls und schlechthin die Arbeitsfähigkeit der Waldorfkindergartenbewegung angesichts dieser stetigen Entwicklung zukunftsorientiert fortzuführen, schließen sich die Waldorfkindergärten des Regionalkreises Berlin/Brandenburg als Bestandteil der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.(IVW) in eigener Rechtsträgerschaft als „Vereinigung der Waldorfkindergärten Berlin/Brandenburg“ zusammen.

Mit dieser Rechtsträgergründung übernimmt der Regionalkreis Berlin/Brandenburg innerhalb der IVW die Verantwortung für sein Tun im Rahmen der Waldorfkindergartenbewegung und folgt damit dem, für die gesamte Waldorfbewegung fundamentalen Selbstverwaltungsgrundsatz, der beinhaltet, dass die Aufgaben und Verantwortungen dort geleistet und übernommen werden, wo Menschen in einem besonderen Arbeitszusammenhang stehen und die Arbeit sachgemäß getan werden kann.

Mit unserem Tun verstehen wir uns als organischen Bestandteil der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten und unterstützen deren satzungsgemäße Aufgabenerfüllung. Darüber hinaus sind wir Teil der Internationalen Waldorf-kindergartenbewegung.

§ 1   Name, Sitz und Geschäftsjahr

1.1​

Der Verein führt den Namen „Vereinigung der Waldorfkindergärten Berlin/Brandenburg“.

1.2

Er hat seinen Sitz in Berlin.

1.3

Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz e.V.

1.4

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

2.1​

Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung und Erziehung in Kindergärten oder ähnlichen Einrichtungen der Erziehung und Jugendhilfe, die auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners in der Region Berlin/Brandenburg arbeiten sowie die Mitarbeit der Region in dem nationalen und gegebenenfalls internationalen waldorf-pädagogischen Arbeitszusammenhang. Zweck ist auch die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

2.2​

Der Verein will in allen Angelegenheiten tätig werden, die in ihren Auswirkungen über den Bereich der einzelnen Mitglieder hinausgehen und für die Gesamtheit der Mitglieder des Regionalkreises Berlin/Brandenburg von Bedeutung sind.

2.3

Der Verein nimmt die in der Satzung der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V. festgelegten Aufgaben eines Regionalkreises Berlin/Brandenburg wahr, insbesondere in dieser Funktion die Vertretung des Regionalkreises Berlin/Brandenburg auf der Mitgliederversammlung/ Vertreterversammlung der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten.

2.4

Der Verein will die regionale Zusammenarbeit aller in der Waldorfpädagogik engagierten Menschen und gesellschaftlichen Kräfte fördern.

2.5

Der Verein soll deshalb insbesondere folgende Aufgaben wahrnehmen:

2.5.1

Die Beratung und Unterstützung bei der Gründung, Einrichtung und dem Betrieb von Rudolf Steiner- oder Waldorfkindergärten oder ähnlichen sozialpädagogischen Einrichtungen, wie z.B. Horten, Kleinstkinderbetreuung oder Tageseinrichtungen in der Region Berlin/Brandenburg.

2.5.2

Die Beratung, Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Auszubildenden und Vorständen von sozialpädagogischen Einrichtungen sowie die Förderung von entsprechenden Ausbildungsstätten und Seminaren in der Region Berlin/Brandenburg.

2.5.3

Die Durchführung von wissenschaftlichen, kulturellen und bildungspolitischen Veranstaltungen.

2.5.4

Die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere finanziell oder durch Feldforschung.

2.5.5

Die Durchführung der regionalen Öffentlichkeitsarbeit.

2.5.6

Die Sicherstellung des Vorliegens und der ständigen Aufrechterhaltung der qualitativen Voraussetzungen für das Recht der Nutzung der Namen „Rudolf Steiner“ oder „Waldorf“ als Verbandszeichen in Verbindung mit Tagespflege und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

2.5.7

Die Empfehlung zur Vergabe des Rechts zur Führung des Namens „Waldorf“ oder „Rudolf Steiner“ in Verbindung mit Vereinen oder sozialpädagogischen Einrichtungen in der Region Berlin/Brandenburg durch die Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten an ordentliche Mitglieder im Sinne von § 4.1 dieser Satzung.

2.5.8

Die Koordination der gegenseitigen Unterstützung der Mitgliedseinrichtungen in allen Angelegenheiten.

2.5.9

Die Unterstützung der einzelnen Mitgliedseinrichtungen bei deren satzungsgemäßer Aufgabenerfüllung.

2.5.10

Die Aufgabenwahrnehmung eines Trägerverbundes und diesbezüglich die Funktion eines Vertragspartners für das Land Berlin in allen Angelegenheiten, die die rechtlichen Bedingungen zum Betrieb von Kindergärten oder sonstigen Tageseinrichtungen betreffen.

§ 3 Gemeinnützigkeit

3.1​

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

3.2​

Der Verein ist im Rahmen seiner Zweckbestimmung selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3.3

Die Mittel des Vereins werden nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus diesen Mitteln erhalten und haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keinen Anspruch auf Anteile an den Vereinsmitteln. Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.

§ 4 Mitgliedschaft

4.1​

Ordentliche Mitglieder des Vereins können auf Antrag gemeinnützige Träger von Einrichtungen im Sinne von § 2.1 werden, welche den Zweck des Vereins unterstützen möchten.

4.2​

Außerordentliche Mitglieder können alle Initiativen zur Gründung von Einrichtungen der Erziehung und Jugendhilfe werden, die auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners in der Region Berlin/Brandenburg arbeiten.

4.3

Assoziierte Mitglieder können alle natürlichen oder juristischen Personen werden, welche eine dem Zweck des Vereins nahe stehende Zielsetzung haben und eine enge Zusammenarbeit pflegen möchten.

4.4

Fördernde Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die Einrichtungen im Sinne von § 2 der Satzung unterstützen möchten.

4.5

Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen. Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung durch Beschluss. Solange über einen Aufnahmeantrag noch nicht entschieden worden ist, kann die Mitgliederversammlung dem Antragsteller einen Gaststatus zur Teilnahme an den Mitgliederversammlungen einräumen.

4.6

Die Mitgliedschaft endet:

  • durch Austritt, der unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende möglich ist und schriftlich erklärt werden muss
  • durch den Tod einer natürlichen oder die Auflösung einer juristischen Person
  • durch Ausschluss aus einem wichtigem Grund, über den die Mitgliederversammlung beschließen muss.